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Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Hallo,
ich bin neu hier im Forum.
In einem Schuppen meines Großvaters haben wir einen Holder ED2 Bj. 1958 mit Sachs D500-Motor gefunden.
Wir möchten diesen gerne zum Holzrücken reaktivieren.

Vorgeschichte / akt. Zustand:
Mein Vater hat vor vielen vielen jahren (>30) noch erlebt, wie die Maschine gefahren ist.
Seitdem stand sie jedoch und wurde nicht mehr genutzt. Der ED2 wurde stets trocken gelagert und sieht vom ersten Eindruck her nicht kaputtgerostet aus.
Im Tank war noch Diesel und Öl. Die Bedienelemente sind wie in der Betriebsanleitung alle vorhanden.

Meine Frage (und dazu habe ich via Suche nicht so wirklich was gefunden):
Was sollte ich am sinnvollsten alles tun, bevor ich überhaupt einen Startversuch unternehme?
Mein plan wäre:
- das Gerät heim in die Garage holen (steht im Schuppen im Wald, dort kein Strom und kein Betonboden -> Öl gelänge direkt in den Boden)
- sämtlichen alten Betriebsmittel (Diesel, Motoröl, Getriebeöl) ablassen und ersetzen, Dieselleitung entlüften
-> dann Startversuch schon sinnvoll?

Wichtig wäre mir das ganze "zeitökonomisch" zu gestalten, d.h. zunächst mal nur die Dinge erledigen die _wirklich_ wichtig und sinnvoll sind um die Maschine einen ersten Test zu unterziehen bevor ich dann evtl. mehr Zeit reinstecke...

Ich freue mich auf eure Hilfe und bedanke mich jetzt schon.

Geschrieben am: 08.07.2021
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Ist fast schon zuhause hier
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Hallo, K@myholder, Du hast alle wichtigen Vorarbeiten aufgezählt; nach Abarbeitung steht m.E. einem Startversuch nichts mehr im Weg. Viel Erfolg,-und melde Vollzug.

Geschrieben am: 08.07.2021
_________________
ff&px (fiel freude&pleib xunt)Urmel
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Hallo,
wollte updaten was bisher geschah (wenn auch unspektakulär...):
1. Der Holder wurde in die heimische Garage gefahren und inspiziert. Der Luntenhalter wurde herausgeschraubt und sieht vorne fast blank aus (wohl somit kein relevanter Rost im Zylinder). Der Motor lässt sich problemlos mit der Startkurbel durchdrehen und wenn der Luntenhalter drin ist, merkt man deutlichen Widerstand ("hat Kompression?!"), wobei ich dafür kein "Referenzgefühl" habe. Der Ölbadluftfilter sieht innen sauber aus. Alle Bedienelemente lassen sich benutzen, allerdings wurde der Hebel für die Umschaltung Differential-Drehgrifflenkung falsch angebaut, da man in Stellung rechts (lt. BDA Drehgrifflenkung) nur 2 Dimensionen für den Drehgriff hat und in Stellung links (lt. BDA Differential) 3 Dimensionen, was genau verkehrt ist. Die Holmen wurden vermutlich irgendwann mal demontiert, dazu passt auch, dass der Pfeil für Differential/Drehgrifflenkung nur nach unten/rechts/oben zeigen kann (und nicht re./oben/li.). Was seltsam ist: es gibt einen Schalter, den ich bisher weder in der BDA nach im Schaltplan gefunden habe am re. Holm (lt. meinem Vater wohl ein Blinker): gab es das mal als offizielle Nachrüstung? Hat jemand dafür einen Schaltplan?
2. Leider wurden beide Holmen wohl mal geschweißt und beim rechten ist die Naht gerissen - d.h. hier werde ich neu schweißen müssen (und werde dann nicht nur die Bruchstelle schweißen sondern auch einen kleinen Stahl längs anbringen damits nicht wieder bricht - meine Schweißkünste sind bescheiden und ich habe nur ein Lidl-Fülldrahtgerät...). Das mache ich aber erst wenn der Motor auch wirklich läuft.
3. Ich habe großzügig Öl auf allen Schrauben und "Reibstellen" verteilt.
4. Folgende Betriebsmittel habe ich jetzt nach einiger Recherche gekauft (eure Meinung?):
- Diesel (von der Tanke)
- Öl: Liqui Moly Touring high tech 15W40, wohl rein mineralisch, wurde mir vom telefonischen Liqui-Moly-Service empfohlen, entspricht wohl am ehesten einem alten HD-Öl) (gibts überall)
- Getriebeöl: Liqui Moly Getriebeöl (GL4) SAE80W (gibts überall)
- Dieselfilter: Mann P609 (lokale Baywa)
- Zündfix 5 mm (lokale Baywa)

Jetzt warte ich das alles eintrifft bzw. ich die Sachen von der Baywa abholen kann...

Kommentare / Anregungen? Danke!

EDIT: ich habe mal 2 Bilder (entschuldigt die Qualität) hochgeladen in der Holdergalerie.
EDIT 2: hier noch Bilder:

Datei anhängen:



jpg  2021-07 Holder ED2 Tank mit Dieselrücklaufleitung - komprimiert.jpg (411.48 KB)
19209_60f944b58c254.jpg 768X1024 px

jpg  2021-07 Holder ED2 rechter Holmen mit Blinkerhebel - komprimiert.jpg (224.33 KB)
19209_60f944bf72543.jpg 1024X768 px

jpg  2021-07 Holder ED2 Plakette - komprimiert.jpg (430.88 KB)
19209_60f944c8f0f8b.jpg 1024X768 px

jpg  2021-07 Holder ED2 Holmen - komprimiert.jpg (353.38 KB)
19209_60f944d348026.jpg 1024X768 px

Geschrieben am: 21.07.2021
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Was mir erst gerade jetzt auffällt:
im letzten Bild sind der Hebel für die Gangschaltung und der Wechselhebel Differential / Drehgrifflenkung falsch angebaut (zumindest unterscheidet es sich von der BDA und einem Youtube-Video, welches ich gesehen habe).
Stimmt das oder gibts da verschiedene Versionen?
Danke!

Geschrieben am: 22.07.2021
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Hallo zusammen.
Wir haben inzwischen bereits mehrere erfolgreiche Startversuche unternommen - die Kiste läuft also noch.
Vorher wie geplant Diesel komplett abgelassen, mehrmals den Tank durchgespült (mit altem aber gefiltertem Diesel) und dann den Filter gewechselt und entlüftet - das hat gut funktioniert.
Getriebeölwechsel war auch kein Problem. In den Ablassschrauben war aber jeweils ein Fingerhut voll Metallabrieb/-grieß drin (etwas gruselig...).
Den Ölwechsel fand ich nicht ganz einfach, weil man (imho) nur schwierig feststellen kann ob die Pumpe nun fördert (befor der Motor läuft und man es am Verbrauch festmachen kann). Ich habe die Druckleitung abmontiert und den Pegel des kleinen "Ölsees" im dafür vorgesehenen Gewinde mit einem Tuch abgesenkt und dann fleißig gekurbelt (>>100 Umdrehungen). Dann hat man gesehen (anhand der Gewindesteigungen ganz gut), dass der Pegel auch wirklich steigt (=> die Pumpe fördert). Die Leitungen zum Motor bekommt man so aber niemals gefüllt, daher haben wir sie mit einer kleinen Spritze mit einer umgebogenen Kanüle mit Öl geflutet. Wirklich kontrollieren ob das Öl aber auch im Motor ankommt kann man nicht.

Das Starten hat dann mit Zündfix (und ein bisschen Übung=) sehr gut geklappt. Beim zweiten Versuch (nach nur ganz kurzer Laufzeit) gings dann auch ohne Zündfix problemlos.

Daher habe ich mich nun der Wiederherstellung der Holmen gewidmet (gebrochene Stelle schweißen und dann verzinken + neu lackieren, bei der Gelegenheit auch gleich Bowdenzughüllen wechseln).

Meine Fragen:
1. am Holm sind vorne zwei Schmiernippel. Wie bekomme ich die ab?
2. Ich bin ja nicht der erste der die Holme verzinkt (Idee ist geklaut ). Wie macht man das mit der Passung für den Holm-Haltebolzen? Wenn da 200µm oder so Zink drauf kommen auf jeder Seite, dann wirds knapp? Muss man das mit einer Reibahle nachbearbeiten?

Danke.

Geschrieben am: 07.08.2021
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Falls es jemanden interessiert: die Schmiernippel sind eingepresst (nicht wie ich dachte geschraubt). Mit der Zange allein war nichts zu machen, daher habe ich zu roher Gewalt gegriffen und so lange mit Hammer / Meissel auf den unteren Ring des Schmiernippels eingedroschen bis diese rausgefallen sind. Ersatz gibts bei der lokalen Baywa (bestellt aber noch nicht probiert).
Bzgl. des Verzinkens: ich werde versuchen vor dem Verzinken ein 25 mm Stahlrohr (Standartware aus dem I-net=) in der Bolzenpassung zu befestigen, in der Hoffnung, dass die Verzinkungsflüssigkeit in die wenigen µm die dann übrig bleiben nicht eindringt... mal sehen.

Geschrieben am: 17.08.2021
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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So, nach langer Zeit bin ich endlich mal wieder dazugekommen weiterzumachen.
Inzwischen ist der Lenkholm verzinkt und pulverbeschichtet. Das lief aber auch nicht alles so wie geplant und war leider weniger einfach als gedacht.
Als Vorbereitung zum Verzinken habe ich doch kein Rohr in die Holmenhalterung eingelegt (wie im letzten Post angedacht). Ich habe mir dann doch eine anti-Zink-Paste gekauft (gibts im Internet und soll die Zinkannahme an den behandelten Stellen verhindern) und die Durchlässe für den Passbolzen, den Höhenverstellungsbolzen und bei den Stangen den viereckigen Innenraum der Steuerungsstange für die Drehgrifflenkung behandelt.
In die diversen Gewinde habe ich, damit kein Zink eindringen soll, jeweils passende Schrauben eingedreht - eine leider ziemlich dumme Idee.
Ich habe danach keine einzige der Schrauben, egal welche Größe, wieder lösen können, auch nicht unter vorsichtigem Erwärmten mittels Lötlampe. Ich musste jedes einzelne Gewinde aufbohren und Nachschneiden, wie gut das wirklich funktioniert hat (ob ich z.B. in die alten Gewindegänge hineingerutscht bin oder jetzt teilw. Gewindegänge aus Zink habe...) wird erst die Zukunft zeigen, optisch war das nicht zu unterscheiden. Die Löcher (z.B. für durchgesteckte Schrauben, die Elektronikteile) habe ich einfach offen gelassen - auch nicht optimal, hier musste ich auch relativ ungezielt nachbohren, da das Zink die Löcher teilweise plan verschlossen hat und nach Pulverbeschichten dann kaum mehr ein Loch lokalisierbar war.
Mittels Winkel- aber v.a. mittels Geradschleifer (z.B. Nutzung von kleinen Rundbürstchen) habe ich an den entsprechenden Stellen dann die Beschichtungen abgetragen, insbes. im Bereich der Passbolzen.

Geschrieben am: 14.09.2022 09:06
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Die Anbauteile (also nicht nur die Stangen sondern auch die Kupplungsklinke) habe ich auch verzinken lassen, auch hier musste jeweils im Bereich der "Reibungsstellen" reichlich Beschichtung wieder weg. Die Löcher zum Durchstecken der Splinte und Spannstifte waren ebenfalls z.T. nicht mehr Auffindbar, bei dem Hebel für den Wechsel zwischen Drehgriffschaltung und Differentialeinstellung führte das zu einem leicht schiefen Einbau, da ich die Stange nicht ganz im richtigen Winkel getroffen habe (beim Bohren).
Die Kupplungsklinke musste ich zudem - weil die Kante, die eigentlich am Befestigungsteil am Holm einrasten soll rund abgenutzt war - ein neues Stück Metall anschweißen und sie dann wieder in Form schleifen. Hier hatte ich Glück - am Rand stand noch ein ganz schmaler Streifen Metall und hat mir die ursprüngliche Kontur gezeigt. Bevor ich also ein Stück ausgeklingt habe um neuen Stahl einzuschweißen habe ich mir die Kontur auch ein Blatt Papier gezeichnet und konnte es dann beim Zurechtschleifen immer daraufhalten um zu sehen ob es passt. Dies hat immerhin gut funktioniert, die Klinke greift nun gut.
Die Nieten an der Kupplungsklinke konnte ich nicht retten, aktuell habe ich provisorisch Schrauben genommen.

Geschrieben am: 14.09.2022 09:13
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Die Bowdenzüge habe ich ebenfalls komplett erneuert, entsprechendes Material (also Züge, Hüllen und Endstücke) gibts im Internet z.B. in Oldtimer-Stores. Ich habe jeweils an eine Seite einen Rundnippel (ähnl. Abmessungen wie original) angelötet (gute How-To's auf Youtube) und das andere Ende mittels Lötkolben verzinnt, damit es nicht so leicht aufspleißt. Das ist ganz gut geworden und funktioniert.

Geschrieben am: 14.09.2022 09:16
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Lange Rede...
ich habe alles wieder montiert. Holder wurde wieder gestartet. Nach einigen Ankurbelversuchen (hier besteht definitiv Übungsbedarf) lief der Motor auch wieder.

Jetzt habe ich allerdings ein neues Problem: nachdem der Motor läuft und alles montiert war wollte ich das erste Mal versuchen einen Gang einzulegen. Trotz gezogener Kupplungsklinke fuhr der Holder sofort los und war nur durch Abwürgen zu stoppen.
Also Forum gewälzt: ein Tip war (bevor man alles auseinander nimmt) die Funktion anhand der Zapfwelle zu testen. Also Zapfwelle freigelegt, vorne angedreht. Trotz gezogener Kupplung (und bereits auf geringer Vorspannung eingestelltem Bowdenzug, was, wie ich lernte falsch ist) ließ sich die Zapfwelle nicht entkuppeln.
Damit war wohl klar - ich werde in die Kupplung hineinsehen müssen.

Geschrieben am: 14.09.2022 09:42
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - ein steiniger Weg
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Daher haben wir die letzten zwei Tage dann die Kupplung demontiert.
Hier hat sich bereits ein etwas deprimierender Befund geboten: die Zähne an der Welle, die von der Kupplung ins Getriebe führt sind stark abgenutzt, ebenso die Zähne bzw. Nuten der Mitnehmerscheibe.
Dass die Kupplungsscheibe keine "eigene" Druckscheibe hat, sondern diese ins Kupplungsdrucklager eingebaut ist, ist hoffentlich korrekt (zumindest entnehme ich dies den Explosionszeichnungen, ich war nur irritiert weil bei den meisten Kupplungen die Druckscheibe an der Kupplungsscheibe mit dran hängt)?

Jetzt habe ich Fragen:
1. woher bekomme ich eine neue (bzw. intakte) Mitnehmerscheibe, weil reparieren lässt sich das glaube ich nicht? Ich weiß - gibts im Internet - aber 170 €...?!
2. Die schadhafte Welle: welche Teilenr. gehört dazu? Ist das die Nr. 501 072 30 02 "Ritzelwelle" (Explosionszeichnung "Schalt- und Kegelradgetriebe")?
3. Wenn das die Ritzelwelle ist - müsste ich zum Tausch dann das Komplette Getriebe zerlegen oder geht das auch von Seite der bereits demontierten Kupplung?

Danke.

EDIT: Bilder des Problems gibts in der Holdergalerie in dem passenden Album

http://www.myholder.de/modules/xcgal/thumbnails.php?album=828

Geschrieben am: 14.09.2022 09:54
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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So, Kupplung und Mitnehmerscheibe sind jetzt bei einem Aufbereiter in meiner Nähe, mal sehen was die mir (preislich) anbieten können. Alternative wäre Kupplungsscheibe selbst wieder herrichten (aber z.B. Federn tauschen kann ich ja gar nicht) und gebrauchte Mitnehmerscheibe organisieren, allerdings scheinen die alle (ich habe freundlichweise bereits Mit-Holder-Besitzer gefunden die mir welche angeboten haben) an den Zähnen abgenutzt.
Mein größtes Problem nun:
ich muss trotz allem diese Welle (s. letzter Post) erneuern. Ich habe jetzt mal das Kupplungsgehäuse abgenommen, das Getriebeöl abgelassen und das Getriebe eröffnet.
Jetzt stehe ich aber vor dem Problem, dass ich die genannte Welle und ihr Kugellager nicht aus dem Gehäuse bekomme. Eine Seegerring sowie einen Wellenhalteringe habe ich entfernt, aber das scheint bündig eingepresst. Ich habe zwar keine Abzieher, wüsst aber auch nicht, wo ich die ansetzen soll?!

Bilder lade ich wieder im entspr. Album hoch (Link s. letzter Post).

Kann mir jemand helfen?

Geschrieben am: 16.09.2022 20:59
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
Nicht zu schüchtern zum Reden
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Fortführung meines Monologes (aber vielleicht hilft es irgendjemandem einmal...):
Ich habe mir einen Abzieher für das im letzten Post erwähnte Kugellager, in dem die Ritzelwelle sitzt, selbst geschweißt (Bilder sind in der entsprechenden Galerie, Link siehe 2 Post v. 14.09.2022 09:54), nachdem ich festgestellt habe, dass mit etwas Liebe (Hammer) eine M12-Gewindestange exakt durch die beiden Löcher links u. rechts des Kugellagers passen.
Dazu habe ich M12-Langmuttern genommen (damit sich das Gewinde weniger verbiegen kann durch den Druck) und dort kleine Stahlstücke als Drucküberträger angeschweißt. Nach reichlich Schleif- und Feilarbeit haben diese auf beiden Seiten exakt in die Aussparung zwischen Gehäuse und dem Zahnrad des Ritzellagers gepasst, so dass man Druck auf den Rand des Kugellagers ausüben konnte.
Dann Gewindestangen durchgesteckt (ich habe sie vorher mehrfach vorsichtig mit dem Hammer durchgetrieben, so dass man sie dann frei bewegen konnte), Austreiber von innen angeschraubt (beim rechten vorher Zahnrad durch Schalten in einen anderen Gang aus dem Weg geräumt) und von außen Unterlegscheiben sowie ebenfalls Langmuttern (gegen Verwindung der Gewindestange, diese bds. so 20 cm lang) handfest angezogen.
Nun kam der große Moment: die äußeren Muttern jeweils 1/4 Umdrehung im Wechsel angezogen, da die inneren Muttern samt den angeschweißten Teilen bereits im Spalt am Gehäuse hingen konnten diese sich nicht mitdrehen. Und so ließ das Kugellager sich mit relativ wenig Kraft Stück für Stück ausdrücken.
Geschafft!
Nun lasse ich mir mal ein Angebot machen, was ein Nachbau der Ritzelwelle kosten würde... mal sehen.

Geschrieben am: 18.09.2022 11:06
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
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Hallo
Gute Idee, es gibt aber auch Innenauszieher. Hoffentlich fällt nichts aus dem Lagerkranz ins Getriebe...
Verzahnungsinstandsetzungen machen inzwischen recht viele - z.B. Bo - Tec in Radolfzell.
Anfragen lohnt sich
Schönen Sonntag
Martin

Geschrieben am: 18.09.2022 16:37
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
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Zitat:
es gibt aber auch Innenauszieher

Ich hatte mich umgesehen, aber etwas dafür passendes ist mir ehrlich gesagt nicht unter die Augen gekommen. Was gäbe es denn alternativ?

Zitat:
Hoffentlich fällt nichts aus dem Lagerkranz ins Getriebe

Soweit ich feststellen konnte ist alles am Stück herausgekommen. Meine Press-Stücke waren ja nur zwei Teile und das Kugellager ist samt Ritzelwelle en bloc nach vorne herausgekommen.

Zitat:
Verzahnungsinstandsetzungen

Super Idee! Genau sowas habe ich gesucht, mir war irgendwie nicht bewusst, dass das existiert. Ich habe jetzt mal einige Firmen mit meinem Problem belästigt - mal sehen was die so sprechen...

Danke für die Antwort.

Geschrieben am: 18.09.2022 20:34
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
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Also wenn es sich frei auskuppeln läßt, auch unter last, ist der Verschleiß doch erst einmal nur Schönheitsfehler. Der ist normal.

Das könnte man alles so lassen. Ist doch eingespieltes Team.

Und auch Kupplungsprobleme (Af Verzahnung hakende Scheibe) lassen sich mit etwas Nacharbeit besetigen.

Alternativ komplettes Getriebe besorgen(Kleinanzeigen..) , und dann. komplett oder nur Welle tauschen., wenn es Welle nicht eineln gibt.

Neue Welle wirst Du wahrscheinlich nicht bekommen, sondern auch nur eine gebrauchte mit mehr oder weniger Einlaufspuren.

Geschrieben am: 05.10.2022 12:54
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
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Leider kuppelt er eben nicht frei aus (siehe mein Post v. 14.09.2022 09:42). Man konnte das Problem mit der Mitnehmerscheibe sogar gut nachvollziehen: wenn man diese auf die Welle gesetzt hat, hat sie sich regelrecht in den Ausbuchtungen der Zähne eingehakt, so dass sie in den Nuten nicht mehr verrutschen konnte.
Jetzt bin ich eben auf der (inzwischen leicht verzweifelten) Suche nach einer finanzierbaren Lösung:
1. Neufertigung: möglich, preisgünstigstes Angebot: um 1000€ (exkl. MwSt.), bei Abnahme von 2 Stück ;-D
2. Aufbereitung: ca. 500 € inkl. MwSt., bin schon fast soweit...
3. Gebrauchtkauf. Eine habe ich schon gekauft, die Zähne waren hier auch i.O., worauf ich aber nicht geachtet hatte (und hier auch kein Vorwurf an den Verkäufer, der sagte schon das Teil ist nicht mehr ganz frisch): die Stelle an der das Kupplungsdrucklager sitz ist völlig ausgefahren inkl. Grat am getriebeseitigen Ende. Wenn ich das einbaue dann ist mein Kupplungsdrucklager (das m.E. in gutem Zustand ist) bald im Eimer. Ein komplettes Getriebe inkl. der Ritzelwelle wäre ein Alternative, habe ich aber auch noch nicht gefunden...
Sehr deprimierend das Ganze...

Geschrieben am: 06.10.2022 21:29
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Re: Holder ED 2 reaktivieren - Welche Vorbereitungen?
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Wie schon gesagt:

Du kannst die Kupplungsproblem beheben, indem du einfach die eingearbeiteten Stellen einfach verbreiterst, also das Keilprofil breiter abarbeitest und glättest so daß die Kupplungsscheibe wieder axial verschiebbar ist.

Bei der neu gekauften Welle sehe ich auch eigentich keine großen Probleme.
Das vordere Lager ist nur ein Piot/Führungslager. Da geht keine Große Kraft rüber. Es soll nur im Ausgekuppelten Zustand die Eingangswelle auf Kurs halten, nicht das die Eiert und dann schief eingekuppelt/verspannt das Getriebe zerstört. (Auf das Pilotlager kommt eigentlich nur dann Kraft, wenn Kurbelwelle nicht mehr rund läuft, oder Getriebeingangslager hin ist)
Dementsprechend kann man (ist glaube ich Nenndurchmesser 15mm bzw. 6002 (15 x 32 x 9 er Lager) den Wellenstumpf eigentlich relativ einfach wieder aufarbeiten:
- Aufschweißen/HArtlöten... und dann runddrehen.
- aufchromen..
- abschleifen/-drehen auf Untermass und Zwischenhülse aufziehen/schrumpfen.

Die andere Variante wäre:

Anderes Lager verwenden: z.B.
- 6201 (12x 32 x 10) (nur Welle vorne anpassen (auf 12 mm abstechen..) )
- 6804 (20x 32 x 7) (Zwischenhülse ist nicht so filigran und vom Lagerzapfen muss weniger runter bzw. gar nichts runter., ggf. reicht einfach Lagerkleber und Schrumpfpassung um die Zwischenhülse auf Welle zu fixieren..)
....

Das bekommt eigentlich jede Dreherei hin...

Geschrieben am: 07.10.2022 11:58
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